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20.01.2016 22:05 Alter: 3 Jahre
Kategorie: Aktuelles, Veranstaltung, Rückblick
Von: Andea Sohn-Fritsch, MM

Boppel und Mäder im Meisje-Duett

Prunksitzung der Spargelstecher findet unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen statt / Garden präsentieren sich in Top-Form


Feuerwehrmann Löscher

Präsident & Senatspräsident im Einklang

Man kann ja nie vorsichtig genug sein. Und deshalb gelten bei den Spargelstechern in Käfertal Sicherheitsvorkehrungen auch für die Prunksitzung. Zu Beginn der Sitzung wurden die Notausgänge gezeigt, der Gebrauch von Rettungswesten und Sauerstoffmasken erläutert. Erst dann konnte Präsident Alexander Boppel mit seinem Abendprogramm loslegen. Mit in seinem Fluggepäck hatte er einen gut gelaunten Elferrat und natürlich die Prinzessin Tamara I. von Sax und Klee.

Bei den Spargelstechern wird die Gardenarbeit ganz groß geschrieben. Und deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass von den Spargelborzeln über die Tanzmariechen bis hin zur Maxigarde alle Tanzformationen sehr gut aufgestellt waren. Die Spargelborzel, trainiert von Jana Hettrich und Prinzessin Tamara, machten den Anfang. Für ihren niedlichen Vortrag bekamen alle ein glitzerndes Täschchen als Geschenk.

Doch schon bei der Mini-Garde musste Boppel improvisieren: Der Lieferant war nicht nachgekommen mit der Lieferung von Glitzertaschen, da heißt es warten. Das Jugend-Tanzpaar Eda und Hannes zeigte einen hervorragenden Tanz mit Hebefiguren. Ihre neuen Kostüme haben die beiden, sowie auch die anderen Tanzmariechen, der Großzügigkeit des Spargelstecher-Senats zu verdanken. Auch Melina Strohmeier konnte bei ihrem Vortrag ihr neues Kostüm vorstellen. Spät am Abend zeigte Laura Boxheimer mit ihrem temperamentvollen Tanz, dass auch sie top in Form ist .

Die "Reporterin" Elsbeth von Schmitz berichtete aus dem Leben mit C- und D-Promis, berichtete von Horoskopen und Kochrezepten, die sie für die bunten Magazine dieser Welt schreibt. Gerlinde Hartmann ist seit über 50 Jahren bei den Spargelstechern aktiv, hat bereits vom Service über die Küche bis zur Bütt alle Positionen ausprobiert und bekam für so viel Engagement einen Extra-Applaus. Zwischenzeitlich stand die zweite Sicherheitsbelehrung an. Dafür hatte man eigens einen Feuerwehrmann aus der Schweiz (Robert Schwind) einbestellt, der mit viel schweizerischem Temperament seine Arbeit tat.

Tulpen aus Amsterdam

Auch die Spargelstecher brauchen Geld und haben deshalb einen Werbeblock in ihre Prunksitzung eingebaut. Alexander Boppel als "Meisje" warb für holländischen Käse, unterstützt von Vize-Meisje Bernhard Mäder, der mit Boppel "Tulpen aus Amsterdam" im Duett sang. Danach gab es noch eine Runde holländische Skigymnastik für Alle. Ex-"Katastrophenprinz" Franz Barth hatte übers Jahr wieder sämtliche Katastrophen von Griechenlandkrise bis Bundesgartenschau protokolliert und sezierte diese genüsslich in gekonnten Reimen.

Nach einer kurzen Pause trat der "Zirkus Asparagus" auf. Mit Alexander Boppel als Zirkusdirektorin sangen die Herren Elferräte von der Offizierssiedlung im Benjamin-Franklin-Village und von anderen Käfertaler Aufregern. Zirkusdirektorin Boppel schwärmte von "kleinen, roten Buben" und schmachtete dabei Altstadtrat Karlheinz Haas, den Fraktionsvorsitzenden Ralf Eisenhauer und den stellvertretenden SPD-Kreisvorsitzenden Wolfgang Katzmarek an. Dabei hatte Boppel das Lied "Willenlos" von Westernhagen mit einem eigenen Text versehen. Begleitet wurde er von Gerhard Knapp am Klavier. Falls sich das Publikum gewundert hatte, wo die Prinzessin nach der Pause abgeblieben war, so löste sich das nun auf: Tamara tanzte bei der Maxigarde mit - das ließ sie sich nicht nehmen.

Günther Neugebauer kommt seit vielen Jahren zu den Spargelstechern in die Bütt. Auch in diesem Jahr hatte er wieder eine sehr launige Rede zusammengestellt, in dem es um die Vorzüge des Rentnerlebens ging. Die beiden Pfarrer Lukas Glocker und Dr. Veit Rutkowski spielten und sangen als "fahrende Musikanten". Als heiß erklatschte Zugabe gab es "Rote Lippen".

Lautstarke musikalische Untermalung gab es von den "Grawama Spargelbatschern". Senatspräsident Bernhard Mäder warb dafür, dass sich junge Talente bei den Spargelstechern bewerben könnten. Einziger Bewerber war Karl Bepp der mit zweifelhafter Stimmqualität drei Kinderlieder anstimmte, bevor er richtig loslegte und den Saal beim Finale zum Kochen brachte.